BERiD aktuell

Hotline für Eltern: 0170-202 8023

Mitgliederversammlung „BERiD“ am 07.09.2016

Die nächste Mitgliederversammlung von BERiD findet am 07. September 2016 in Dortmund im Gemeindehaus der Ev. St. Mariengemeinde statt. BERiD ist seit Beginn in einer engen Zusammenarbeit mit den Kirchen. Sie waren diejeneigen, die über viele Jahre auf die Notwendigkeit angemessener Unterrichtsangebote für reisende Kinder hingewiesen haben.
Anträge und Vorschläge können bis zum 15. Juli 2015 an martin.treichel@web.de geschickt werden.
Folgende Tagesordnungspunkte sind schon jetzt absehbar: Tätigkeitsbericht des Präsidiums 2016, Stand der Satzungsentwicklung, 25 Jahre BERiD, Projekt „Lernpaten“, Projekt „Ergänzende Lernorte“, Vorbereitung der KMK-Länderkonferenz 2016 in Bonn.

Fünf Jahre „Soester Erklärung“

Im November 2016 sind es fünf Jahre her, dass die Bezirksregierung Arnsberg, der DSB und der BSM sowie BERiD eine Erklärung zur Förderung der Bildung reisender Kinder unterzeichnet haben. In diesem Jahr soll eine erste Bilanz gezogen werden. Die Soester Erklärung ist einmalig in Europa und unterstreichet in der Region des Regierungsbezirks Arnsberg in besonderer Weise die Auffassung der beteiligten Organisationen, das Bildung eine zentrale Grundlage für ein später erfolgreiches berufliches Fortkommen darstellt.

Berufliche Bildung

COZIMA und INVET

DasThema Berufsbildung für reisende Kinder nimmt immer mehr Fahrt auf. Die schwankende konjunkturelle Lage der letzten Jahr hat deutlich gemacht, dass auch beruflich Reisende den Anforsderung einer modernen Wirtschaftswelt genügen müssen. Dazu gehört eine solide Berufsausbildung. Mit den europäischen Projekten COZIMA und INVET sollen Jugendliche unterstützt werden, ihre Berufsbildung erfolgreich zu gestalten.
COZIMA hat sich vorgenommen, Jugendlichen ein Dokumentationssystem für seine eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen zur Verfügung zu stellen. Da so etwas heute per Computer gemacht wird, heißt es E-Portfolio“.

INVET will einen Weg finden, wie die bereits vorhandenen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen aus Schausteller- und Circusfamilien besser gewürdigt und für die spätere Berufsbildung genutzt werden können. In Zusammenarbeit mit einem sehr anerkannten niederländischenInstitut zur Dokumentation von Qualifikationen, der Inmdustrie- und Handelskammer Bochum sowie den beiden Berufskollegs in Herne soll ein System entwickjelt werden, mit dessen Hilfe bereits im elterlichen Betrieb erworbene Fertigkeiten von Jugendlichen
dokumentiert und in einem Baustein auf eine spätere Ausbildung angerechnet werden können.
Auch Erwachsene sollen das Systemspäter einmal nutzen können. Angeschlossen an die Feststellung von Kompetenzen soll es ein Angebot zur Fort- und Weiterbildung geben.

Neuer Sachstandsbericht der KMK

„Circusse brauchen Schule für Circuskinder überall in Deutschland“

praeses_eknrwAuf ihrer ersten „Evangelischen Erkundung“ besuchte am 11.3.2015 die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, den Circus Manjana im westfälischen Geseke. Dort hat der Circus mit 11 Kindern und 7 Erwachsenen seinen diesjährigen Winterstandort. Auf Einladung des Bundesverbandes für die Bildung reisende Kinder, BERiD, bekam die leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen einen Einblick in die sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen sich ein Familiencircus heute auseinanderzusetzen hat. Es ist der buchstäbliche Kampf ums Überleben, dem sich das Familienunternehmen Tag für Tag stellen muss.

Präses Kurschus konnte sich in zwei Schulwagen von der pädagogischen Arbeit der Schule für Circuskinder ein eigenes Bild machen. Die Rektorin der Schule für Circuskinder, Annette Schwer, erläuterte, dass die 30 Schulwagen als mobile Schulen in ganz NRW unterwegs sind und die Circuskinder vor Ort unterrichten und unterstützen. Jedes Kind arbeitet nach seinem eigenen individuellen Lernplan. Selbständiges Lernen ist ein Hauptziel der engagierten Pädagogen. Wie erfolgreich und beliebt die mobile Schule ist, konnte Präses Kurschus auch von den Kindern selbst im Schulwagen erfahren. Die berichteten davon, dass sie ohne die Schule für Circuskinder große Probleme in den Schulen hätten. Der gute Ruf der Schule hat inzwischen dazu geführt, dass sich besonders viele Circusse in NRW aufhalten – und sich damit aber auch gegenseitig das Publikum wegnehmen. Nach Angaben von „Schule im Circus e.V.“ halten sich in NRW ständig etwa 70 – 80 Circusse auf, also etwa 20 % der rund 400 Familiencircusse in Deutschland. So gerät die wirtschaftliche Existenz der Circusse in NRW wegen „Überfüllung“ in Gefahr.

Weitere aktuelle Informationen finden sie auf www.schule-unterwegs.de